12.09.17
Traunreuter Jäger verhindert Straftat und wird dafür ausgezeichnet

zwei Männer, wie sie in seinem Wald
Marihuana angebaut haben.
(c) Foto: Bayernwelle
Waren Sie schon mal in einer Situation, in der Sie sich selbst in Gefahr gebracht haben, aber dadurch eine Straftat verhindern konnten? Martin Michael Mayer aus St. Georgen bei Traunreut ist so etwas passiert.
Der Jäger hat im Juli 2016 in seinem Stück Wald entdeckt, dass dort Marihuana angebaut wird. Nachdem er es der Polizei gemeldet hatte, wurden die Pflanzen durch die Polizei gerodet.
Bei einem Spaziergang drei Wochen später erwischt Martin Mayer zwei bewaffnete Männer erneut dabei, wie sie kleine Marihuanapflanzen einsetzten. Damals hat er keine Sekunde gezögert, die Täter aufzuhalten und hat ihnen mit seinem Geländewagen den Weg versperrt. So konnten diese nicht flüchten. Die Polizei konnte die Täter dann stellen und verhaften. Später kam dann heraus, dass es sich insgesamt um vier männliche Täter handelte.
Nach einem Jahr bekam der Versicherungsfachwirt Martin Mayer jetzt eine Einladung vom Innenministerium zur Ordensverleihung. Deswegen war er gestern in München und bekam dort den Orden für Courage und innere Sicherheit verliehen. Unter anderem waren Innenminister Joachim Herrmann, der Polizeipräsident Wilhelm Schmidbauer und die stellvertretende Landrätin Resi Schmidhuber anwesend und haben ihm und 33 Anderen die Orden verliehen.
Damals war Martin Mayer nicht bewusst, in welch gefährliche Situation er sich gebracht hat. Erst nachdem die Täter von der Polizei abgeführt wurden, hat er bemerkt, dass das Ganze auch gefährlicher für ihn ausgehen hätte können. Auch seine Lebensgefährtin und sein Hund waren dabei und somit in der gefährlichen Situation. „Man weiß ja nie, wie diese bewaffneten Männer reagieren“, so Martin Mayer.
Naja, die Situation ist ja noch mal glimpflich ausgegangen - und der Orden strahlt jetzt in der Vitrine in seinem Büro.