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21.10.19

Wie der Brexit die Region trifft 

Symbolbild: Brexit
Symbolbild
© Pixabay

Landkreis Traunstein/Landkreis Berchtesgadener Land - Deal or no Deal? Das ist die große Frage beim Brexit. Der Stichtag 31. Oktober kommt näher und deshalb haben auch schon einige Bewohner in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land vorgesorgt.

Seit dem Brexit-Referendum 2016 ist klar: Großbritannien soll die EU verlassen. So ist zumindest die Befragung der Bürger ausgegangen – wenn auch nur knapp. Zahlreiche Briten sind jedoch gegen den EU-Austritt und machen sich Sorgen. In den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land haben 50 Briten die deutsche Staatsbürgerschaft beantragt; das geht aus einer Anfrage der BAYERNWELLE bei den Landratsämtern hervor. Vor allem seit dem letzten Jahr sind die Anträge auf die deutsche Staatsbürgerschaft durch britische Bürger deutlich angestiegen – je weiter die Brexit-Verhandlungen vorangehen… Die Hälfte aller Antragsteller im Berchtesgadener Land haben in diesem Jahr um die deutsche Staatsbürgerschaft angefragt; laut dem Landratsamt ist hier ein Zusammenhang mit dem anstehenden Brexit zu sehen. 

 

Was der Brexit für die Region bedeutet

 

Nicht nur mehr Briten beantragen in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land die deutsche anstelle der britischen Staatsbürgerschaft, der Brexit wird auch wirtschaftliche Auswirkungen auf ganz Europa haben - so natürlich auch auf die Region zwischen Chiemsee und Königssee. Panik ist nicht nötig, ganz kalt lässt uns das aber auch nicht, sagt Birgit Seeholzer von der Wirtschaftsförderung Chiemgau im BAYERNWELLE-Interview.

Der anstehende EU-Austritt der Briten wird auch die Region nicht unberührt lassen. Das liege vor allem an der hohen Export-Rate in der Region – auch nach Großbritannien. Birgit Seeholzer im BAYERNWELLE-Interview: "Wir haben natürlich Unternehmen, die Handelsbeziehungen mit Großbritannien haben. Und in der Regel trifft es dann nicht nur diese Unternehmen, sondern...wir haben ein sehr enges Geflecht von Mittelstandsunternehmen, die wiederum den großen Unternehmen zuliefern."

Seeholzer geht davon aus, dass auch die Region die Auswirkungen des Brexit spüren werde, wenn auch in Südostbayern nicht so stark wie beispielsweise in Metropolen wie München (Stichwort Autoindustrie). Dass ein EU-Austritt Großbritanniens auch an der Region nicht spurlos vorbeigehe liege an den Verflechtungen der Betriebe und an den internationalen Beziehungen, die für die Unternehmen vor Ort wichtig seien.

Horror-Szenarien möchte Seeholzer, so macht sie im BAYERNWELLE-Interview deutlich, jedoch nicht an die Wand malen. Darüber hinaus stehe die Wirtschaftsförderung mit betroffenen Unternehmen in Kontakt und will sich mit den regionalen Firmen der Brexit-Herausforderung gemeinsam stellen.

 

Welche Chancen der Brexit bringen kann

Jutta Müller von der Agentur für Arbeit in Traunstein unterstützt die Argument von Birgit Seeholzer. Sie sieht die Gefahren eines Austritts vor allem in der Autoindustrie (Raum München) oder in den Landkreisen Mühldorf und Altötting im Chemie-Sektor.

Darüber hinaus sieht Müller aber auch eine Chance im Brexit. Im BAYERNWELLE-Interview erzählt sie von Studien verschiedener Meinungsforschungsinstitute, die im Brexit eine Chance für den deutschen Fachkräftemangel sehen. Laut Umfragen kämen auch einige Fachkräfte aus Großbritannien wieder zurück nach Deutschland oder proeuropäische Briten würden sich neue Länder innerhalb Europas suchen. Sich sei das nicht, aber auf diese Weise könnte die Region - zumindest in einer Hinsicht - vom Brexit "profitieren", so Müller.

 



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