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05.09.23

Kritische Lage für heimische Gastronomen

Bier Zapfhahn
© Gewerkschaft NGG

Region – Der heimischen Gastronomie geht es schlecht: Preissteigerungen, die Nachwirkungen der Corona-Pandemie, Mitarbeitermangel – und jetzt könnte auch noch die Mehrwertsteuer wieder erhöht werden. Einige Gastronomen fürchten, dass sie ihr Gasthäuser früher oder später schließen müssen.

Stellen Sie sich vor, Sie wollen einfach mit Freunden Essen gehen – und das Gasthaus im Ort hat zu. Und auch das im nächsten Ort und so weiter. Genau das könnte aber Realität werden. Wir haben uns deshalb mit Olya Linnberg getroffen. Sie leitet drei Hotels in Berchtesgaden und ist Vorsitzende des Hotel- und Gaststättenverbandes, der DEHOGA, im Berchtesgadener Land. Wie sie feststellte, ist der Besuch im Restaurant mittlerweile zu einem Luxusbedürfnis geworden. Früher war es normal, dass Familien einmal pro Woche zum Essen gingen oder dass man sich mit Freunden regelmäßig im Gasthaus traf. Doch seit der Corona-Pandemie ist das nicht mehr so. Der Grund: Für viele ist es einfach zu teuer geworden. Klar, man könnte den Gastronomen nun Geldgier vorwerfen, doch weit gefehlt: Sie haben gar keine andere Möglichkeit - und selbst das reicht oft nicht mehr aus.

Viele Betriebe haben noch mit den Nachwirkungen von Corona zu kämpfen: Da gibt es einerseits Schulden, die in dieser Zeit gemacht wurden. Finanzpolster, die jetzt aufgebraucht sind. Oder aber auch Förderungen, die jetzt zurückgezahlt werden müssen. Wie Olya Linnberg berichtet, gäbe es viele aus ihrem Umfeld, die aufgrund falsch gemachter Angaben oder einfach nur wegen falsch gesetzter Kreuzchen jetzt die Corona-Hilfen wieder zurückzahlen müssten.

Dabei hat die Branche aktuell mit ganz anderen Problemen zu kämpfen: Alleine in den Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein fehlen aktuell 300 Mitarbeiter in der Gastronomie – die meisten davon in der Küche. Und auch mit Nachwuchs sieht es schlecht aus: Hier sind zum Ausbildungsstart etwa 65 Lehrstellen unbesetzt, und auch hier entfällt der Großteil auf Köche. Gutes Personal ist aktuell Mangelware, und kostet auch viel Geld.

Ein weiteres Problem, mit dem die Branche zu kämpfen hat, sind die teils massiven Preissteigerungen. So hat Olya Linnberg berichtet, dass sie aktuell etwa den dreifachen Betrag für Energie bezahle als noch vor dem Ukrainekrieg. Und auch bei den Lebensmitteln und anderen Waren haben die Preise stark angezogen. Das bemerken nicht nur die Gastronomen, sondern auch alle Menschen in Deutschland: Der Einkauf, der vor zwei Jahren noch 100 Euro gekostet hat, liegt jetzt bei 130 Euro. Die Regierung rät den Betreibern: Gestiegene Kosten auf die Preise umlegen. So einfach ist das aber nicht: Denn wer ist bereit, für ein normales Schnitzel 20 Euro oder mehr zu bezahlen? Und wer soll sich das leisten können?

Die DEHOGA fordert deshalb Unterstützung und Respekt von der Regierung: So solle es möglich sein, dass auch kleinere Unternehmen wie Gaststätten günstig Strom beziehen können – ähnlich, wie es große Industriebetriebe können. Außerdem soll zum Jahreswechsel die Senkung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie wegfallen: von 7 % wieder auf die ursprünglichen 19 %. Klar: die Senkung war eine große Entlastung. Aber wenn sie wieder angehoben wird, heißt das auf einen Schlag: 12 % weniger Gewinn oder 12 % mehr Verlust für jeden einzelnen Betrieb. Die Folge könnten zahlreiche Betriebsschließungen sein, weil die Lage auch ohne die Anhebung der Steuern bereits sehr angespannt ist.



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