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17.07.18

Ist der Flächenverbrauch in Bayern zu hoch?

A-Ja-Ruhpolding
(c) Symbolbild

Traunstein / Berchtesgadener Land. Seit Wochen ist es ein großes Thema – auch zwischen Chiemsee und Königssee: gehen wir in Bayern zu rücksichtslos mit unserer Natur um? Die Grünen sind dieser Meinung. Deswegen wollen sie mit einem Volksentscheid den Flächenverbrauch in Bayern begrenzen: dann sollen pro Tag nur noch fünf Hektar Grünland in Bayern verbaut werden dürfen. Im Moment ist es mehr als doppelt so viel. Die bayerischen Verfassungsrichter haben eine solche Obergrenze heute (17. Juli) abgelehnt

Was spricht für eine Begrenzung?

Es würden deutlich weniger Wiesen für Bauprojekte „geopfert“. Naturschützer beklagen schon jetzt den Verlust von wertvollen Lebensräumen. Das aktuelle Insekten- und das Vogelsterben kommen nicht von ungefähr. Außerdem: Wenn nur noch begrenzt Grünland bebaut werden dürfte, dann würden Einkaufsmärkte auch wieder verstärkt in den Ortszentren gebaut – und nicht auf bisher grünen Wiesen.

Was spricht gegen eine Begrenzung?

Städte und Gemeinden sagen, dass ihnen dann oft die Hände gebunden wären. Wenn neuer Wohnraum benötigt wird oder Betreibe erweitern möchten, dann wollen Gemeinden selbst über Neubauprojekte entscheiden dürfen – und nicht vom Staat beschränkt werden. „Pauschale Beschränkungen auf Landesebene lösen das Problem nicht“, sagt Tittmonings Bürgermeister Konrad Schupfner. Außerdem ist völlig offen, wie diese fünf Hektar auf ganz Bayern verteilt werden sollen. Kritiker befürchten, dass große Städte profitieren und kleine Orte auf dem Land in die Röhre schauen würden.

Wie kann ich flächensparend bauen?

Indem Sie nicht in die Breite, sondern in die Höhe bauen. Für ein zweites oder drittes Stockwerk muss kein Grünland geopfert werden. Parkplätze für Geschäfte müssen nicht unbedingt auf einer grünen Wiese entstehen: es gibt oft auch die Möglichkeit, eine Tiefgarage zu bauen. Und bevor neu gebaut wird, sollte immer überprüft werden: gibt es vielleicht leer stehende Gebäude, die für Wohnungen oder Büroräume auch genutzt werden könnten?

Was wollten die Grünen mit ihrem Volksbegehren?

Die Grünen haben mehr als 48.000 Unterschriften gesammelt und beim Bayerischen Innenministerium eingereicht. Sie wollen einen Volksentscheid durchführen und die Bürger zum Thema „Flächenverbrauch“ befragen. Der Bayerische Verfassungsgerichtshof hat einen solchen Volksentscheid aber abgelehnt. Eine Obergrenze schränke die Städte und Gemeinden zu stark ein. Letztlich müsste eine Kommune selbst entscheiden dürfen, wie viel Fläche sie verbaut.

Weitere Infos zum Volksbegehren gibt es hier

                                                      Markus Gollinger, Bayernwelle Südost



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