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04.07.18

"hm"-Sprachschulen vor dem Aus?

hm Schule Unterricht
Die Sprachlehrerin Ulrike Betzler mit Übersetzer
und Sprachschülerinnen
© Bayernwelle

Freilassing/Traunstein. Seit vielen Jahren bietet die Sprachschule "hm" in Freilassing und Traunstein Flüchtlingen und Migranten Deutschkurse unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade an. Aber jetzt steht die Schule womöglich vor dem Aus: Ein Streit mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefährdet die Zukunft der Schule und ihrer Kurse.

Der Grund: Bis heute hat das BAMF den Antrag der Schule auf Weiterführung der Finanzierung der Sprachkurse nicht fertig bearbeitet. Die Leiterin der Sprachschule, Ira Wunsch, hatte den Antrag, den sie alle drei Jahre stellen muss, wie die Jahre zuvor im April gestellt. Seitdem sie die Schule vor dreizehn Jahren übernommen hat, macht sie das immer so. In den vergangenen Jahren reichte diese Zeit aus, um die Verlängerung zu erhalten.

Doch dieses Jahr ist alles anders: Statt einer Bestätigung des Antrags kam zunächst keinerlei Antwort von der für unsere Region zuständigen Zweigstelle des BAMFs in Rosenheim. Danach wurden weitere Dokumente verlangt. Unter anderem ein Zertifikat, mit dem die Qualitätssicherung der Schule bestätigt wird. Laut BAMF sind diese Unterlagen bisher dort nicht eingegangen. Deswegen gibt es bisher keine weiter Förder-Zusage. Die laufenden Kurse werden zwar noch finanziert. Aber neue Kurse oder auch nur Prüfungen sind nicht mehr über das Onlinesystem anmeldbar.

Dabei stehen die möglichen Sprachschüler Schlange. Der eigentlich für August geplante Kurs hat bereits dreißig mögliche Teilnehmer. Und auch die Kurse für den Winter werden schon gebucht. Aber ohne Förderung können diese Kurse nicht stattfinden. Denn die meisten Teilnehmer kriegen ihre Gebühren durch das BAMF bezahlt.

Sprechen lernen ist dabei ein wichtiger Bestandteil für die Integration der Flüchtlinge und Migranten. Denn nur wer Deutsch sprechen und lesen kann, sich verständigen kann, findet hierzulande eine Arbeit, Anschluss an die heimische Bevölkerung. Sprache ist somit ein wichtiger Faktor zur Integration.

 

Die Antwort des BAMF

Auch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat auf Anfrage der Bayernwelle Stellung zum Fall der "hm"-Schule bezogen. Es gibt der Leiterin Ira Wunsch die Hauptschuld:

"Das Bundesamt weist die [...] erhobenen Vorwürfe entschieden zurück. Die zuständige Regionalstelle hat Fr. Wunsch weit über das gebotene Maß hinaus bei der Antragstellung unterstützt. Die eingetretenen Verzögerungen sind allein auf das Unvermögen des Trägers zurückzuführen, rechtzeitig vollständige Unterlagen einzureichen. Das Bundesamt legt großen Wert auf die Qualität der Integrationskursträger. Wenn - wie hier - maßgebliche Unterlagen wie ein Qualitätsmanagementzertifikat erst nach Aufforderung vorgelegt werden, kann das Bundesamt das Verfahren nicht weiter beschleunigen. Alle Kursträger wurden bereits am 28.12.2017 über die geänderten Nebenbestimmungen (z.B. Gewerbezentralregisterauszug) informiert. Aus welchem Grund Fr. Wunsch dies nicht zur Kenntnis nahm und warum sie bis zum April mit der Stellung des Folgeantrags abwartete, ist für das Bundesamt nicht nachvollziehbar. Bei einer früheren Antragstellung hätte die nun eingetretene zeitliche Enge trotz der Versäumnisse des Trägers vermieden werden können."

 



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