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14.11.19

Das Masernschutzgesetz soll kommen 

Symbolbild: Impfen
Symbolbild
© Pixabay

Landkreis Berchtesgadener Land/Landkreis Traunstein - Damit der Schutz vor gefährlichen Krankheiten in Deutschland gegeben ist, empfehlen Ärzte und Fachleute eine Impfquote von 95%. Weil Deutschland diese Quoten aber nicht erreicht will die Politik jetzt dafür sorgen.

An diesem Donnerstag stimmt der Bundestag über das Masernschutzgesetz ab. Das bedeutet: ab März 2020 soll es in Deutschland - wie in etlichen anderen europäischen Ländern - eine gesetzliche Impfpflicht gegen Masern geben. Der Vorstoß dazu kommt von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Er möchte so die sogenannte "Herdenimmunität" in Deutschland erreichen und die Krankheit Masern "ausrotten". Eine gesetzliche Impfpflicht würde für KiTa- und Schulkinder, sowie Pflegepersonal oder auch ErzieherInnen gelten.

 

Was des Gesundheitsamt zum Masernschutzgesetz sagt

Die Gesundheitsämter prüfen regelmäßig die Impfbücher von Kindergartenkindern vor der Einschulung und dann noch einmal in der sechsten Jahrgangsstufe. Bei Erstimpfungen sind Raten oftmals noch sehr hoch, danach fallen die Kurven ab. Das hat verschiedene Gründe, sagt Wolfgang Krämer vom Gesundheitsamt in Traunstein im BAYERNWELLE-Interview; oftmals werden die Impfungen zur Auffrischung einfach verbummelt. Aus diesem Grund sieht Krämer die Aufklärungs- und Beratungsgespräche mit Ärzten und Fachleuten als sehr wichtig.

Ein Fan der Impfpflicht in Deutschland, wie sie Gesundheitsminister Jens Spahn von der CDU für die Masern einführen möchte, ist er nicht. "Überzeugen statt Zwangsmaßnahmen aufbrummen", sagt Wolfgang Krämer im BAYERNWELLE-Interview. Viele Impfgegner gebe es nicht, die Gegner würden sich nur mehr Gehör verschaffen, so Krämer. Wer beim Impfen seiner Kinder unsicher ist, der bekomme jederzeit Hilfe von Ärzten und auch von den Gesundheitsämtern in Traunstein oder Bad Reichenhall.

 

Wie steht die Region zum Impfen?

Im aktuellen Gesundheitsreport wird deutlich, dass das oberbayerische Voralpenland beim Impfen teils hinterher hinkt. Woran das liege kann Krämer nur mutmaßen. Vielleicht kritischer, vielleicht vergesslicher, sagt der Leiter des Traunsteiner Gesundheitsamtes im BAYERNWELLE-Interview. Auch explizit in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land werden die empfohlenen Impfquoten von 95% nicht erreicht.

Beispielsweise bei Masern liegt die Region unterhalb der empfohlenen 95%. Im Berchtesgadener Land haben, nach aktuellen Zahlen, knapp 91% einen vollständigen Impfschutz; im Landkreis Traunstein lediglich gut 85%.

Übrigens: die Impfquote bei Migranten-Kinder bei uns in Bayern ist höher, als die der Kinder, die deutsche Muttersprachler sind!

 

Was es mit der Impfquote auf sich hat

Krankheiten, die als Wirt ausschließlich den Menschen haben können wirksam geimpft werden. Damit die Krankheiten "ausgerottet" werden können, ist eine sogenannte "Herdenimmunität" (auch bekannt als "Herdenschutz") notwendig. Die Impfquote dafür liegt bei 95%. Sind also 95% der Deutschen gegen eine gefährliche Krankheit geimpft, dann kann sie nicht mehr ausbrechen. So wiederum profitieren auch Kleinkinder, die noch zu jung sind für Impfungen, vom Herdenschutz und können nicht angesteckt werden.

 

Wolfgang Krämer, der Leiter des Gesundheitsamtes Traunstein appelliert  im BAYERNWELLE-Interview an die Eltern:

"Es ist eine Verantwortung der eigenen Kinder gegenüber und den anderen gegenüber. Es kann auch die eigene Familie treffen (...) da kann man sehr froh sein, wenn andere die Verantwortung übernehmen, sodass auch mein eigenes Kind nicht krank wird."



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