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06.07.21

Das "ALFA-Mobil" ist in Freilassing

Symbolbild: Bücher
© Pixabay

Freilassing – Lesen braucht man zu so viel: Den Kindern für die Schule helfen, wichtige Formulare ausfüllen oder ein Straßenschild verstehen. Alles Dinge, die Menschen nicht können, wenn sie nicht lesen gelernt haben. Im Landkreis Berchtesgadener Land können geschätzt fast 10.000 Erwachsene nur eingeschränkt oder überhaupt nicht lesen und schreiben. Mehr als die Hälfte der Betroffenen ist erwerbstätig. Anders als oft vermutet, sind mehr als die Hälfte Muttersprachler.  Eine genaue Zahl ist nicht bekannt, da betroffene Menschen in den seltensten Fällen an die Öffentlichkeit treten. Angst und Scham spielen oft eine große Rolle.

Um gegenzusteuern, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung bereits 2016 die Kampagne „Alphadekade 2016-2026“ ins Leben gerufen. Verschiedene Aktionen wurden damit angestoßen, unter anderem auch das "ALFA-Mobil". Es ist in Deutschland unterwegs und steht betroffenen Menschen mit Rat und Tat zur Seite.

Die Mehrgenerationenhäuser wurden hierzu auch mit ins Boot geholt. Das Haus in Freilassing zum Beispiel hat verschiedene Kurse, die Erwachsenen dabei helfen, Formulare auszufüllen oder auch beim Online-Banking zurechtzukommen. Außerdem bietet die vhs Rupertiwinkel immer wieder Schreibkurse an, extra für Erwachsene.

Das sogenannte ALFA-Mobil informiert genau über solche Hilfsprogramme und tourt dabei durch ganz Deutschland. Am Mittwoch (07. Juli) bietet es in dem Mehrgenerationenhaus Freilassing Sensibilisierungsschulungen an. Und am Donnerstag (08. Juli) kommt es auf den Wochenmarkt in Freilassing, am Freitag (09.Juli) vor den Globus Freilassing. Jeder kann vorbeikommen und sich informieren oder sich beraten lassen und dabei ganz anonym bleiben. Auch Angehörige werden aufgerufen, sich zu informieren. Wenn Sie merken: In meinem Bekanntenkreis ist jemand, der drückt sich immer vor den Formularen oder schreibt nie das Protokoll, dann bekommen Sie beim ALFA-Mobil auch Hilfe, wie Sie das am besten ansprechen können.

Nicht lesen zu können ist ein großes Problem im Alltag. „Ich habe meine Brille vergessen.“„Das muss ich mir in Ruhe zu Hause durchlesen…“, heißt es dann oft als Ausrede, wenn es darum geht, ein Formular auszufüllen. Solche Umwege brauchen viel Kraft. „Man muss sich sehr konzentrieren“, erklärt Helga Huber von der vhs Rupertiwinkel das Vorgehen, „Man muss sich Wege merken, man muss sein Gehör gut schulen. Oder eben in sehr vielen Fällen durch Verzicht, weil man sich fragt: Muss ich mir den Aufwand antun?“ Das kann schnell zu Ausgrenzung und Vereinsamung führen. „Die Beteiligten, die lesen gelernt haben, erleben das als ganz, ganz große Bereicherung“, so Huber, „Manchmal wird Lesen sogar zu einer der Lieblings-Freizeitbeschäftigungen.“

Weitere Infos zum ALFA-Mobil gibt es HIER.



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