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17.09.15

500 Flüchtlinge warten noch an Grenze

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Stand: 17:00:

Rund 300 Flüchtlinge haben es heute zu Fuss über die Grenze nach Freilassing geschafft – diese zahl hat die Bundespolizei am Nachmittag mitgeteilt. Auf Salzburger Seite warten derzeit noch etwa 500 Menschen, dass sie einreisen dürfen. Bernd-Robert Schulz von der Bundespolizei:

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Pro Stunde werden etwa 30 bis 40 Asylsuchende registriert.

Mittlerweile unterstützt das österreichische Bundesheer die Salzburger Polizei. Eine Kompanie mit 90 Soldaten befindet sich in der Mozartstadt. Sie sollen vor allem die Gleisanlagen am Salzburger Hauptbahnhof aber auch in Richtung Deutschland sichern. Ausserdem sichern sie die Notunterkünfte für die Flüchtlinge und werden für Transporte herangezogen.

Ausserdem haben sich mittlerweile die Verantwortlichen der Kliniken Südostbayern AG zu Wort gemeldet. Sie benötigen dringend Dolmetscher für arabisch, afghanisch und kurdisch. In den heimischen Kliniken müssen derzeit vor allem viele Flüchtlingskinder behandelt werden. Sie sprechen so gut wie kein Englisch.

Stand: 15:30:

Es geht nur langsam weiter: Am Grenzübergang von Salzburg nach Freilassing befinden sich derzeit bis zu 500 Flüchtlinge. Sie alle wollen nach Deutschland.

Laut Bundespolizei werden alle über die Grenze gelassen. Aber das dauert seine Zeit. Pro Stunde werden etwa 30 bis 40 Asylsuchende registriert.

Laut dem Sprecher der Stadt Salzburg, Johannes Greifeneder, ist der Zustrom am Salzburger Bahnhof mittlerweile etwas zurückgegangen. Per Zug werden heute aber noch rund 400 weitere Flüchtlinge erwartet.

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Unterdessen wächst die Kritik der deutschen Polizei an der österreichischen Exekutive. Es sind viel zu wenige Beamte aus Salzburg vor Ort, heisst es. Im Ernstfall würden den deutschen Beamten die Befugnisse fehlen. Von Seiten der Salzburger Polizei heisst es hingegen, dass genügend Polizisten am Grenzübergang im Einsatz sind - zu Mittag sind es zwei Beamte gewesen.

Stand 13:30 Uhr:

Dramatische Szenen spielen sich dort ab: Rund 200 Flüchtlinge warten derzeit an der Grenze in Freilassing, dass sie nach Deutschland dürfen.

Die Bundespolizei versucht die Lage im griff zu behalten. Sie lässt die Flüchtlinge in Kleingruppen über die Grenze. Viele Bundespolizisten blicken aber sorgenvoll nach oben. Für die kommende Nacht ist Regen vorhergesagt. Laut dem Pressesprecher der Bundespolizei, Rainer Scharf, sollen alle so schnell wie möglich in eine Notunterkunft gebracht werden:

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Das betrifft aber nur die Flüchtlinge auf deutscher Seite. Für die Hilfesuchenden auf österreichischer Seite sind auch die österreichischen Behörden zuständig, sagt Scharf.

 

Stand 13:00 Uhr:

Sie haben alle Hände voll zu tun: Die ehrenamtlichen Helfer von BRK und Malteser Hilfsdienst in Freilassing. Aktuell werden in der Grenzstadt rund 900 Flüchtlinge betreut und versorgt. 800 davon befinden sich in der zur Notunterkunft umfunktionierten Industriehalle. Weitere 100 sind in der Turnhalle, die in der Nacht zur Notunterkunft umgebaut worden ist.

An der Grenzen warten momentan noch rund 200 weitere Flüchtlinge. Sie werden zuerst von der Bundespolizei registriert, bevor sie nach Deutschland kommen können. Das Rote Kreuz wird im Laufe des Tages neben der Einsatzleitung vor Ort ein eigenes Lagezentrum für den Flüchtlingseinsatz einrichten.

 

Stand 12:00 Uhr:

In Freilassing ist die Lage nahe zu unverändert: Dort herrscht immer noch Ausnahmezustand. Zahlreiche Flüchtlinge sind auch heute Nacht wieder über die Grenze nach Freilassing gekommen. Sie sind zu Fuß aus Salzburg gekommen.

Es sind sogar so viele gewesen, dass die Bundespolizei den Grenzübergang an der Saalachbrücke kurzzeitig sperren hat müssen. Viele Flüchtlinge sind von den Beamten vor der Grenzen abgefangen worden. Die Polizisten haben sie zum Grenzübergang Laufen-Oberndorf geschickt. Viele haben ihren Platz in der Warteschlange aber nicht aufgeben wollen und haben ihr Nachtlager auf der Brücke oder der Wiese aufgeschlagen. Für die Bayernwelle ist Christopher Mayer in Freilassing vor Ort. Wie war denn die Situation heute Vormittag? Was ist denn da am Grenzübergang passiert?

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Und wie sieht´s momentan aus?

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Wasserspenden werden dankend angenommen. Es wird darum gebeten, stilles Wasser zu spenden.  Die Schlange am Grenzübergang ist immer noch ungebrochen. Auf der Brücke herrscht ein reges Gedränge.

 

Stand 11:00 Uhr:

Es sind so viele, dass die Freilassinger Industriehalle alleine nicht mehr ausreicht. Jetzt ist noch eine Turnhalle zur Notunterkunft umfunktioniert worden. Das berichtet das BRK. So ist die Turnhalle in der Nacht als zweite Notunterkunft umgebaut worden.

Die 1.000 verfügbaren Plätze in der ehemaligen Industriehalle sind über Nacht komplett belegt gewesen. Dort sind die vielen Flüchtlinge untergebracht worden, die noch in der Nacht zu Fuß von Salzburg nach Freilassing gekommen sind. Heute Früh gegen sechs Uhr sind noch knapp 1.000 Menschen in der Industriehalle gewesen.

In der Turnhalle sind es rund 200 gewesen. BRK und Malteser stemmen den Großeinsatz seit Montagmittag rein ehrenamtlich. Einheiten aus dem Nachbar-Landkreis Traunstein lösen die Helfer aus dem Berchtesgadener Land im Schichtdienst ab.

 

Stand 10:00 Uhr:

Die Lage ist immer noch extrem: am Grenzübergang in Freilassing sind immer noch zahlreiche Flüchtlinge unterwegs.

Aus Freilassing berichtet Christopher Mayer:

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Stand 09:00 Uhr:

Es herrscht immer noch Ausnahmezustand. Vor allem der Grenzübergang Freilassing an der Saalachbrücke ist betroffen. Dort befinden sich immer noch zahlreiche Flüchtlinge. Derzeit räumen die Asylbewerber zusammen mit Helfern die notdürftigen Nachtlager auf.

Viele liegen noch auf der Wiese eingerollt in Packfolie. Andere haben auf Kartons auf dem Radweg geschlafen. Es scheint so, als wollen sie ein Zeichen setzen: Hier seht, wir sind dankbar! Wir räumen den Müll wieder auf, den wir verursacht haben. Immer noch drängen Flüchtlinge auf der Brücke über die Grenze. Doch es geht immer noch nur in kleinen Gruppen über die Grenze.

Ein paar einzelne versuchen es jetzt über den Kraftwerkssteg über die Saalach. Aber hier gibt es kein Weiterkommen. Nicht nur die Flüchtlinge sind am Ende. Auch zahlreichen Helfern ist anzusehen, dass sie langsam an ihre Grenzen stoßen.

 

Stand 08:00 Uhr:

Es sind Dutzende: Zahlreiche Flüchtlinge drängeln auf dem Gehweg der Saalachbrücke und warten auf ihre Einreise nach Deutschland. Der Flüchtlingsstrom über die deutsch-österreichische Grenze hält nach wie vor an.

Besonders viel los ist derzeit am Grenzübergang Freilassing an der Saalachbrücke. Die Lage dort ist schlimm. Zahlreiche Flüchtlinge sitzen erschöpft auf dem Boden. Sie sind erledigt von der langen Nacht und dem Fußmarsch quer durch Salzburg bis zur Grenze.

Auf der Brücke werden sie von Beamten der Bundespolizei aufgehalten. Dort werden sie registriert. Danach bringen die Polizisten die Flüchtlinge in kleinen Gruppen über die Grenze.

 

Stand 06:00 Uhr:

Die Zahl der Flüchtlinge, die von Österreich nach Deutschland kommen, wächst immer weiter. Allein gestern hat die Bundespolizei Rosenheim rund 4.600 Menschen gezählt.

Am Dienstag sind es noch 3.500 und am Montag 1.200 gewesen. Zahlreiche Flüchtlinge haben sich gestern zu Fuß auf den Weg von Salzburg nach Freilassing gemacht. Die meisten sind über die Saalachbrücke gekommen. Es sind so viele gewesen, dass die Bundespolizei den Grenzübergang Freilassing vorübergehend teilweise geschlossen hat. Die Flüchtlinge sind nur in kleinen Gruppen über die Grenze gelassen worden. Autofahrer haben zunächst umkehren müssen.

Viele Flüchtlinge sind von der Bundespolizei vor dem Grenzübergang abgefangen worden. Die Beamten haben die Menschen zum Grenzübergang Laufen-Oberndorf geschickt. Auch gestern sind die meisten Flüchtlinge vorübergehenden in die Notunterkunft in einer Freilassinger Industriehalle gebracht worden. Von dort aus hat die Bundespolizei die Menschen aus Unterbringungen in ganz Deutschland verteilt.

 

Fotos: Bayernwelle / BRK BGL



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