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05.03.16

Nach geplatzer Fusion: Walch kann´s nicht verstehen

chiemgau-tourismus-rvo

Update Montag 17:00 Uhr:

Da ist etwas gehörig schief gelaufen: Die Fusion der beiden Tourismusverbände in den Landkreisen Rosenheim und Traunstein ist geplatzt.

Die Touristischen Betriebe in der Region sind das Gezerre um die Fusion am Chiemsee leid. Jetzt haben sie einen offenen Brief an die Kommunen in den Landkreisen Traunstein und Rosenheim zur gescheiterten Fusion der Tourismusverbände verfasst.

Demnach sind sie vom erneuten Scheitern der Fusion überrascht und entsetzt zugleich gewesen.

Nach Schuldigen wollen sie allerdings nicht suchen. Die Beteiligten kennen die Gründe, heißt es in dem Brief. Die Betriebe rechnen nicht mehr damit, dass die Politik Voraussetzungen schafft, damit der Tourismus in Bayern zu Strukturen kommt, um gegenüber angrenzenden Ländern konkurrenzfähig zu sein. Die heimischen Tourismusbetriebe sehen diese Entwicklung mit Sorgenfalten. Sie haben in den letzten Jahren sehr viel Mühe aufgewandt, um ihr Knowhow in den kommunalen Tourismus einzubringen, schreiben sie in dem Brief. „Wir bedauern deshalb, neue Wege gehen zu müssen, aber wir sehen keine Voraussetzungen mehr, diese Aktivitäten fortzuführen,“ so das Credo der Betriebe. Für Arbeiten in Ausschüssen, Arbeitskreisen oder anderen Institutionen stehen sie ab sofort nicht mehr zur Verfügung.

Traunsteins Landrat Siegfried Walch hat am Nachmittag bei einer Pressekonferenz seine Sicht der Dinge dargestellt. Seinen Worten zufolge hat die Rosenheimer Seite den Zusammenschluss bereits zum zweiten Mal platzen lassen:

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Walch kann denn Entschluss der Rosenheimer Seite deshalb nicht nachvollziehen. Grund für den geplatzen Zusammenschluss ist offenbar der Geschäftsführer des Chiemgau-Tourismus-Verbandes, Stefan Semmelmayr. Die Verantwortlichen des Chiemsee Alpenland Tourismus Verbandes sind mit ihm nicht zufrieden.


Reaktion der Jungen Union:

Es wäre eine einzigartige Chance gewesen. Jetzt ist es vorbei. Die Fusion der beiden Tourismusverbände Chiemgau und Chiemsee Alpenland ist gescheitert.

Die Junge Union im Landkreis Traunstein reagiert mit Unverständnis auf diese Entscheidung. Sie übt vor allem Kritik an Rosenheims Landrats Wolfgang Berthaler.

"Es ist für uns völlig unverständlich, warum die Rosenheimer Seite den einstimmig gefassten Beschluss nun innerhalb weniger Wochen völlig über den Haufen werfen kann und somit allein verantwortlich für das Scheitern der Fusion ist" so der Kreisvorsitzende der JU, Konrad Baur. Dies ist keine Art der seriösen und vertrauensvollen Zusammenarbeit, so Baur weiter. Die JU ist der Meinung, dass durch die gescheiterte Fusion der Erfolg des gesamten regionalen Tourismus gefährdet sei. Nach intensiven Verhandlungen ist das Projekt im Januar eigentlich schon beschlossene Sache gewesen. In Sachen Geschäftsführung ist man sich allerdings nicht einig gewesen. Deswegen ist die Fusion nun gescheitert.


Reaktion der Grünen:

Die Fusion der Tourismusverbände der Landkreise Rosenheim und Traunstein ist offenbar gescheitert. Damit ist aus Sicht des Kreisverbandes der Grünen eine Chance vertan.

Vertan deshalb, weil nach Ansicht der Grünen Fakten geschaffen worden sind, ohne auf die Befindlichkeiten der möglichen Partner zu achten, so die Grünen. Sie nennen dabei die voreilige Verlängerung des Anstellungsvertrages des Geschäftsführers auf Traunsteiner Seite, oder die offensichtlich unzureichende Kommunikation mit den Bürgermeistern auf Rosenheimer Territorium. Die Folgen haben nun die am Tourismus Beteiligten und die Gemeinden um den Chiemsee zu tragen, so die Grünen weiter. Durch die Fusion wären neue Chancen im Marketing für eine der attraktivsten Urlaubsregionen in Deutschland entstanden. Die Grünen üben damit massiv Kritik an der Politik. Sie fordern mehr Selbständigkeit durch Entpolitisierung für den Tourismus.


Erstmeldung:

Das ist eine Überraschung – die Fusion der beiden Tourismusverbände Chiemgau und Chiemsee Alpenland ist geplatzt. Das hat uns Landrat Siegfried Walch migeteilt. Grund ist, dass sich die beiden Seiten nicht darüber einigen konnten, wer an der Spitze des neuen Verbandes als Geschäftsführer stehen soll.

Traunstein mit Landrat Siegfried Walch hat den Chiemgau Tourismus Geschäftsführer Stephan Semmelmayr als allein-verantwortlichen des Verbandes sehen wollen. Das haben wir nicht mitgemacht, so Rosenheims Landrat Wolfgang Berthaler. Auch den Marketingleiter hat Traunstein stellen wollen. Eine vorgeschlagene Rosenheimer Doppelspitze hat Walch abgelehnt.

Ebenso das Angebot, beide Geschäftsführer abzuziehen und eine externe Lösung anzustreben. Mit 37:2 Stimmen haben die Rosenheimer Bürgermeister den Schritt Berthalers unterstützt. Walch hat  die Entscheidung als unverständlich kommentiert. Eigentlich ist alles bereits in trockenen Tüchern gewesen, so der Landrat enttäuscht.

 



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